Einkommensgrenze steigt - Wer 2027 von der ORF-Gebühr befreit ist

In Österreich wird die Einkommensgrenze zur Befreiung von der ORF-Haushaltsabgabe ab Januar 2027 ansteigen. Wer davon betroffen ist und sich zukünftig von der ORF-Gebühr befreien lassen kann, findet man hier auf Finanz.at.

26.08.2026, 07:00 Uhr von
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Bildquelle: Finanz.at (Montage) / TV
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Die ORF-Haushaltsabgabe ist grundsätzlich von allen Haushalten in Österreich zu zahlen. Viele können sich unter bestimmten Voraussetzungen davon jedoch befreien lassen. Zu diesem Personenkreis zählen unter anderem auch BezieherInnen der Ausgleichszulage.

Und eben diese Ausgleichszulage soll im kommenden Jahr um 3,3 Prozent ansteigen. Das bedeutet, dass sie für Alleinstehende ab 2027 von 1.308,39 Euro auf 1.351,57 Euro und für Paare von derzeit 2.064,12 Euro auf zukünftig 2.132,25 Euro erhöht wird.

Hinweis: Die ORF-Gebühr könnte bereits früher als geplant auf über 200 Euro ansteigen. Finanz.at hat zuerst berichtet.

Rund 200.000 Menschen beziehen in Österreich eine Mindestpension und erhalten daher die Ausgleichszulage. Frauen sind aufgrund der geringen Durchschnittspension deutlich stärker davon betroffen als Männer. Höhere Pensionen werden ab 2027 um 2,95 Prozent erhöht - damit liegen sie unter der rollierenden Inflation und verlieren insgesamt an Kaufkraft. Finanz.at hat berichtet.

Die Höhe der Brutto- und Netto-Pension für 2027 kann mit dem Pensionsrechner auf Finanz.at berechnet werden.

Tabelle zur aktuellen Ausgleichszulage in 2026

Die neuen Beträge zu Ausgleichszulage findet man in dieser Tabelle:

Richtsatz 2025 2026
Alleinstehende PensionistInnen 1.273,99 Euro 1.308,39 Euro
PensionistInnen in Partnerschaft (gemeinsamer Haushalt) 2.009,85 Euro 2.064,12 Euro
Erhöhung pro Kind
(bis Nettoeinkommen 468,58 Euro in 2025, 447,97 Euro in 2024)
196,57 Euro 201,88 Euro
Waisenpension bis 24. Lebensjahr 468,58 Euro 481,23 Euro
Waisenpension bis 24. Lebensjahr (Vollwaise) 703,58 Euro 722,58 Euro
Waisenpension ab 24. Lebensjahr 832,68 Euro 855,16 Euro
Waisenpension ab 24. Lebensjahr (Vollwaise) 1.273,99 Euro 1.308,39 Euro

Bei der Berücksichtigung des Nettoeinkommens für die Ermittlung der Ausgleichszulage bleibt bei Lehrlingseinkommen bzw. -Entschädigungen ein Betrag von 298,43 Euro "außer Betracht".

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Befreiung von Gebühren und ORF-Haushaltsabgabe

Anträge auf Gewährung der Ausgleichszulage sind etwa bei der Pensionsversicherung einzubringen. Für die Auszahlung der Ausgleichszulage ist ebenso der jeweilige Pensionsversicherungsträger zuständig.

Zur Auszahlung in Form der Ausgleichszulage kommt die Differenz zwischen dem Gesamteinkommen und dem Richtsatz, sofern das Einkommen aus Brutto-Pension, anrechenbarem Nettoeinkommen und Unterhaltsansprüchen unter diesem Betrag liegt. Bezieherinnen und Bezieher der Ausgleichszulage sind in Österreich grundsätzlich von der Rezeptgebühr und dem Serviceentgelt für die E-Card befreit. Sie müssen zudem auch keine ORF-Haushaltsabgabe (vormals "GIS-Gebühr") bezahlen. Es kann ein Antrag auf Zuschussleistung zum Fernsprechentgelt eingebracht werden.

Die Höhe der ORF-Haushaltsabgabe beträgt auch im Jahr 2026 pro Monat 15,30 Euro. Dazu kommen noch (wie bisher auch) je nach Bundesland Länderabgaben in unterschiedlicher Höhe. Sie liegt also zwischen 183,60 und 240 Euro pro Jahr.

Wie auch schon bisher können also weiterhin Personen und Haushalte mit sozialer und bzw. oder körperlicher Hilfsbedürftigkeit einen Antrag auf Befreiung stellen. Auch eine EAG-Kostenbefreiung für die Erneuerbare-Förderpauschale, den Erneuerbaren-Förderbeitrag und den Grüngas-Förderbeitrag sind möglich. Neben Bezieherinnen und Beziehern der Ausgleichszulage stehen diese Möglichkeiten u.a. auch Lehrlingen, Arbeitslosen, BezieherInnen von Mindestsicherung, Studienbeihilfe Kinderbetreuungsgeld oder Pflegegeld zu.

Erhöhung der ORF-Haushaltsabgabe ab 2027 möglich

Zuletzt wurde ebenfalls heftig über eine mögliche Erhöhung des ORF-Beitrags von derzeit 15,30 Euro pro Monat diskutiert. Hintergrund waren Budgetkürzungen in Höhe von rund 93 Millionen Euro für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Stiftungsrat dürfte dem jedoch keine Zustimmung erteilen. Eine Entscheidung steht noch aus. Finanz.at hat berichtet.

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aktualisiert: 26.08.2026, 07:00 Uhr
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Mehr Informationen: ORF-Haushaltsabgabe

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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