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Pendlerinnen und Pendler spüren die gestiegenen Mobilitätskosten besonders deutlich. Höhere Treibstoffpreise und die CO?-Bepreisung belasten vor allem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren. 2026 gibt es deshalb neben verschiedenen Landesförderungen auch eine neue steuerliche Entlastung.
Pendlereuro wird verdreifacht
Eine der wichtigsten Änderungen betrifft den Pendlereuro. Mit Jahresbeginn 2026 wurde dieser dauerhaft von bisher 2 Euro auf 6 Euro pro Kilometer angehoben. Der Pendlereuro ergänzt die Pendlerpauschale und reduziert direkt die zu zahlende Einkommensteuer. Anspruchsberechtigte profitieren damit künftig von einer deutlich höheren steuerlichen Entlastung.
Die Erhöhung soll insbesondere jene Arbeitnehmer unterstützen, die aufgrund fehlender öffentlicher Verkehrsmittel auf das Auto angewiesen sind. Gleichzeitig dient sie als Ausgleich für den Wegfall des Klimabonus.
Die Höhe der Pendlerpauschale ab 2026 kann mit dem Pendlerrechner auf Finanz.at berechnet werden.


Pendlerpauschale bleibt unverändert
Die Pendlerpauschale selbst wird hingegen nicht erhöht. Sie bleibt weiterhin auf dem bisherigen Niveau und wird – anders als viele andere steuerliche Freibeträge – nicht automatisch an die Inflation angepasst.
Die Pendlerpauschale kann wie bisher entweder direkt über die laufende Lohnverrechnung oder im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung rückwirkend geltend gemacht werden.
Zuschüsse in den Bundesländern
Zusätzlich zur bundesweiten Steuerentlastung bieten mehrere Bundesländer eigene Förderungen für Pendler an. Je nach Wohnort und persönlichen Voraussetzungen können dabei Zuschüsse von mehreren hundert Euro beantragt werden.
Zu den wichtigsten Unterstützungen zählen:
- Burgenland: Fahrtkosten zuschuss für Pendler
- Oberösterreich: Pendlerhilfe
- Steiermark: Pendlerbeihilfe
- Kärnten: Pendler Förderung bzw. Fahrtkostenzuschüsse
- Niederösterreich: Pendlerhilfe von bis zu 1.000 Euro sowie ein zusätzlicher Öko-Bonus von bis zu 200 Euro
Je nach Bundesland unterscheiden sich Einkommensgrenzen, Mindestentfernungen und Antragsfristen. Alle Zuschüsse und Details zu den Anträgen und Voraussetzungen findet man hier auf Finanz.at in einer Übersicht.
Mehrere Entlastungen kombinierbar
Wer die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt, kann häufig mehrere Unterstützungen gleichzeitig nutzen. So lässt sich die Pendlerpauschale gemeinsam mit dem höheren Pendlereuro sowie den Förderungen des jeweiligen Bundeslandes in Anspruch nehmen.
Gerade für Pendler mit längeren Arbeitswegen kann dadurch eine spürbare finanzielle Entlastung entstehen.
Was Pendler jetzt beachten sollten
Arbeitnehmer sollten prüfen, ob sie Anspruch auf die Pendlerpauschale und den erhöhten Pendlereuro haben. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die Förderprogramme des jeweiligen Bundeslandes, da dort teilweise Zuschüsse von bis zu 1.200 Euro möglich sind.
Wer die Antragsfristen versäumt, verzichtet unter Umständen auf mehrere hundert Euro an finanzieller Unterstützung.
Mehr Informationen: Pendlerpauschale