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Ab Januar 2027 sollen trotz Sparmaßnahmen die Netto-Einkommen durch die jährliche "Abschaffung der kalten Progression" steigen. Diese "schleichende Steuererhöhung" wird seit 2023 teilweise reduziert und soll auch im kommenden Jahr um jedenfalls zwei Drittel der Inflation erfolgen. Finanz.at hat berichtet.
Konkret steigen die Grenzwerte der Lohnsteuertabelle bzw. Steuertarifstufen um die Höhe der Inflation von Juli 2025 bis Juni 2026 an. Auch für das Jahr 2027 soll der Wert bei zwei Drittel der rollierenden Inflation automatisch für alle Steuerstufen liegen. Ausgenommen ist die höchste Tarifstufe ab einer Million Euro Jahreseinkommen.
Mit dem Brutto-Netto-Rechner von Finanz.at kann man schon jetzt die prognostizierte Höhe des Netto-Gehalts ab 2027 berechnen. Die neuen Steuertarife und eine Prognose der Absetzbeträge sind bereits im Online-Rechner berücksichtigt. Nicht inkludiert ist die Aufwertungszahl zur Sozialversicherung. Diese wird zum Jahresende bekanntgegeben und hebt die Höchstbeitragsgrundlage entsprechend an.
Die Berechnung bzw. das Ergebnis sind sohin vorbehaltlich etwaiger Abweichungen von der bisherigen Abschaffung der kalten Progression für 2027.


Im Bundesfinanzgesetz 2027 heißt es dazu, dass damit weiterhin die "inflationsbedingte Ausweitung der Abgabenbelastung eliminiert und die Steuerbelastung im Bereich der Lohn- und Einkommensteuer stabilisiert" werden sollen. Man wolle die "Abgabenbelastung auf den Faktor Arbeit weiter reduzieren". Weiters sind laut Bundesfinanzgesetz "aktuelle Budgetkonsolidierungserfordernisse zu berücksichtigen (Streichung eines Drittels im Rahmen der Abgeltung der kalten Progression)". Eine offizielle neue Steuertabelle des BMF steht bislang jedoch noch aus.
Pensionen steigen - verlieren jedoch an Kaufkraft
Auch die Pensionen werden ab 2027 erneut ansteigen - Verluste drohen dennoch, wie Finanz.at berichtet hat. Die Grundlage dafür bildet grundsätzlich die durchschnittliche Inflation von August des Vorjahres bis Juli. Dennoch wird sie ab kommendem Jahr um einen geringeren Wert von 2,95 bis 3,3 Prozent erfolgen. Die rollierende Inflation bis Juli 2026 beträgt hingegen nach aktuellen Zahlen 3,35 Prozent. Somit verlieren viele PensionistInnen auch im nächsten Jahr an Kaufkraft.
Der Pensionsrechner für 2027 von Finanz.at zeigt schon jetzt, wie hoch die Brutto-Pension ab kommendem Jahr ausfallen wird.
Mehr Informationen: Lohnsteuer